Lebensabend im Dienste seiner Stiftungen
Nach seinem Rückzug ins Privatleben widmete sich Helmut Horten
vor allem seinen Stiftungen in der Schweiz und in Österreich.
1971 gründete Helmut Horten die "Stiftung Villalta"
in Croglio mit einem Anfangskapital von einer Million Schweizer
Franken. Nach seinem Tode im Jahr 1987 wurde sie in "Helmut
Horten Stiftung" umbenannt. Das Stiftungskapital wurde von
ihm im Laufe der Jahre mehrfach, zuletzt durch Legat auf derzeit
60 Millionen Schweizer Franken erhöht. Die Stiftung bezweckt
"die Förderung des Gesundheitswesens durch Zuwendungen
an medizinische Forschungsstätten, Spitäler und sonstige
Institutionen der Krankenpflege sowie an Personen, die im medizinischen
Sinne bedürftig sind. Unterstützt werden können alle
Maßnahmen, die die Gesundheit des Menschen schützen wollen."
Seiner österreichischen Frau zuliebe errichtete er 1972 eine
gleich zweckgerichtete Stiftung im kärntnerischen Sekirn, die
über ein Kapital von 60 Millionen österreichischen Schilling
verfügt.
Die letzten zwanzig Jahre seines Lebens nutzte Helmut Horten im
Weiteren, um all die Dinge zu tun, für die er früher keine
Zeit und Muße fand. Dank seines reichen Erfahrungsschatzes
auf wirtschaftlichem Gebiet und seinen freiheitlich und marktwirtschaftlich
geprägten politischen Ansichten wurde er gern und häufig
als "elder statesman" um Rat gefragt. Mit zunehmenden
Alter zog er den Kreis seiner Freunde immer enger und betonte seine
asketische Lebensweise. Am Morgen des 30. November 1987 verschied
er in seinem Heim in Villalta.
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